Elektronische Druckverfahren

Bei den elektronischen Druckverfahren handelt es sich um Druckverfahren ohne die Verwendung expliziter Druckform. Diese werden auch als Non-Impact-Printing oder als NIP-Verfahren bezeichnet. Die elektronischen Druckverfahren gewinnen immer mehr an Beliebtheit und beziehen dich auf die ständig wachsende Anzahl an Plottern, Tintenstrahldruckern und Farbthermodruckern. Da bei diesen Druckverfahren keine Druckformen vorliegen, kann das Motiv schnell und unkompliziert ausgewechselt werden.

Welche Verfahren gehören dazu?

Zu den elektronischen Druckverfahren gehören der Thermodruck, der Thermotransferdruck, als eine Weiterentwicklung des Thermodrucks, der Sublimationsdruck, die Laserbeschriftung und der 3D-Druck.

Thermodruck

Beim Thermodruck, bzw. dem Thermodirektdruck wird das Ergebnis durch punktuelle Hitzeerzeugung erreicht. Dabei findet ein temperaturempfindliches Spezialpapier Verwendung, welches bei Erhitzung schwarz wird. Dieses Verfahren wurde früher in Faxgeräten eingesetzt und findet heute noch in Registrierkassen Einsatz.

Thermotransferdruck

Als eine Weiterentwicklung des Thermodrucks kommt der Thermotransferdruck im Bereich der Bedruckung von CDs und DVDs zum Einsatz. Durch die Erwärmung des Druckknopfes wird bei diesem Verfahren die Farbe von der Ribbon, einer farbtragenden Polyesterfolie, abgelöst und auf ein Retransferband übertragen. Anschließend wird von diesem eine Folie auf das zu bedruckende Medium aufgeschmolzen.

Sublimationsdruck

Auch der Sublimationsdruck ist eine Weiterentwicklung des Thermodrucks. Hier erfolgt die Übertragung der Farbe durch Sublimation von der Trägerfolie auf das Papier. Die Farbe ist kurz gasförmig, sodass Tonwertabstufungen ohne Rasterung ermöglicht werden. Aufgrund er hohen Kosten für die Transferfolien kommt das Verfahren bei kleinformatigen Fotodruckern als Zubehör für Digitalkameras zum Einsatz.

Laserbeschriftung

Das zu bedruckende Material wird bei der Laserbeschriftung durch einen energiereichen Laser behandelt. Es kommt dabei, je nach Material und Verfahren, gelegentlich zu chemischen Veränderungen. Dieses Verfahren wird dazu benutzt, elektronische Bauteile oder Tastaturen zu beschriften. Denn der Vorteil dieses Verfahrens besteht in der Möglichkeit der Erstellung sehr kleiner, maschinenlesbarer Schriften. Daneben können Plexiglasplatten sehr oft mit ein und demselben Laser geschnitten und beschriftet werden.

3D-Druck

Diese Methode stammt aus der Fertigungstechnik. Beim 3D-Druckverfahren werden dreidimensionale Objekte am Computer digital erstellt und anschließend mit einem 3D-Drucker ausgedruckt. Dieser Vorgang ist durch den schichtweisen Aufbau oder das schichtweise Abtragen unterschiedlichster Materialien gekennzeichnet.

Vorteile der elektronischen Druckverfahren

Ungeachtet dessen, welche Verfahren zum Einsatz kommen, sie haben alle ein gemeinsames Kennzeichen: Die Ergebnisse sind immer farbecht, da selbst die feinsten Farbabstufungen realisierbar sind.

Die Ergebnisse zeichnen sich außerdem durch ein sauber exaktes Drucken und durch Schnelligkeit aus. Dies entspricht dem heutigen Zeitgeist, da in der heutigen Zeit ständig Schnappschüsse entstehen.

Durch die Geschwindigkeit als einem der Vorteile finden die elektronischen Druckverfahren immer öfter Einsatz in der Werbung. Selbst bei großformatigen Drucken werden elektronische Druckverfahren immer häufiger eingesetzt.